Die Bahá'í Religion
Die Bahá'í-Religion ist die jüngste monotheistische Weltreligion. Von Baha'u'llah Mitte des 19. Jahrhundert gestiftet, gilt sie laut der Encyclopaedia Britannica als die nach Christentum geografisch am weitesten verbereite Religion der Erde.
Nach den Bahá'í Lehren stammen alle großen Religionen von derselben Quelle. Diese Geistige Einheit der Religionen ist gemeinsam mit der Einheit Gottes und Einheit der Menschen die Zentrale Botschaft der Bahá'í Religion. Theologischer Angelpunkt der Bahá'í-Lehre ist das neue Paradigma der "fortschreitenden Gottesoffenbarung" nach welchem sich Gott der Menschheit nicht einmalig, vielmehr fortschreitend, und zyklisch wiederkehrend offenbart. Sowie sich die Menschheit ununterbrochen fortentwickelt und sich demnach die Umstände und die Fassungskraft der Menschen ändern, muss auch die Religion eine Erneuerung erfahren, um der Situation entsprechend göttliche Führung leisten zu können.
Das menschliche Leben wird in den Schriften Baha'u'llahs als ein mystischer Weg der Seele beschrieben, der mit der Zeugung im Mutterleib beginnt, jedoch mit dem körperlichen Tod nicht beendet ist. Der Mensch ist mit einem freien Willen ausgestattet, ist verantwortlich für sein Tun und hat die Konsequenzen hierfür zu tragen.
Der Beitritt zum Bahá'í-Glauben geschieht nicht zwangsläufig mit der Geburt in eine Bahá'í-Familie. Als Bahá'í werden diejenigen Menschen bezeichnet, die "Bahá'u'lláh, den Stifter der Bahá'í Religion, als die Manifestation Gottes für dieses Zeitalter" anerkennen.
Eine umfangreiche Einführung in den Bahá'í Glauben finden Sie auf den Webseiten der deutschen Bahá'í Gemeinde sowie der internationalen Bahá'í Gemeinde.

